Donnerstag, 6. November 2008

Villavicencio

Ich habe aufgehört die langen Wochenenden zu zählen. Und die Feiertage im Land sind bei Weitem noch nicht aufgebraucht. So fuhren wir die ersten Novembertage nach Villavicencio. Diese mittelgroße Stadt liegt in 'los Llanos', westlich der Anden im Nordwesten Südamerikas. Los Llanos bedeutet: die Ebenen. Das Flachland ist sehr dünn besiedelt und somit ideales Versteck für die Guerrilla.

Auf der Hinfahrt hatten wir das Glück einem sehr redseligen Busfahrer in der Fahrerkabine zu begleiten. Dieser faehrt die Strecke nun bereits seit 14 Jahren. Das hieß 3 1/2 Stunden Reiseleitung vom Feinsten. Wir erfuhren einfach alles, von Indianerpfaden in den angrenzenden Bergen über Erdbeben bis zu Erdrutschen mit verschütteten Bussen. Äußerst interessant.

Angekommen in Villavicencio erwartete uns sehr durchwachsenes Wetter, wobei der monsunartige Regen nur Nachts gegenwärtig war. Unsere Unterkunft war eine Art Ökofarm außerhalb der Stadt.
Mit großer Enttäuschung haben wir uns am ersten Abend die Stadt angesehen. Armut soweit das Auge reicht. Die Stadt ist wahrlich kein Touristenmagnet. Ganz im Gegenteil die umliegende Landschaft... Natur pur! Das heißt natürlich gibt es auch hier ein wenig Wirtschaft und Industrie. Sichtbar wird das an den leeren Flüssen, aus denen das Wasser abgezweigt wird und an den Feuer der Bohrtürme, die man weit am Horizont verstreut erkennen kann.


Im örtlichen Zoo haben wir dann auch endlich Chigüiros gesehen, welche in dieser Region beheimatet sind. Wenn Eltern mit ihren Kindern an diesem Gehege vorbei kamen, hörte man nur allzu oft folgende Worte: 'carne deliciosa'. Ein Fotoalbum zum Ausflug gibt es unter dem Namen Villavicencio.

der Reisetip:
  • Die Bustickets für die Rückfahrt bereits am Anfang der Reise kaufen!!!

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