Die Heimkehr nach Deutschland rückt immer näher. Nach einer längeren Pause im Blog möchte ich daher von unserer vermutlich letzten Reise durch Kolumbien berichten. Es verschlug uns in den denkbar abenteuerlichsten Teil des Landes. Im Dreiländereck (Kolumbien, Brasilien, Peru) landeten wir in Leticia, der Hauptstadt des Departements Amazonas. Von Leticia aus fuhren wir in eine Indigenas Siedlung, die uns die folgenden fünf Tage ein Dach überm Kopf war. Von hier aus starteten wir unsere täglichen Ausflüge.
Tag 1: Ankunft. N

achdem wir uns erfrischt hatten (Durschnittstemperatur: 28°C, Luftfeuchtigkeit: 300%), besuchten wir eine Schlangenfarm. Anschließend machten wir einen ausgiebigen Spaziergang zurück zur Indigenas Siedlung.
Tag 2: Am frühen Morgen machten wir uns auf in den Urwald. Unsere Führer: 4 Indegenas Kinder (Altersspanne: 2 - 9 Jahre). Geplant waren 1.5 Stunden. Für diese Zeit hatten wir auch Wasser mitgenommen. Da wir uns aber verlaufen hat

ten und absolut nicht weiter wussten, dauerte die "Wanderung" 4 Stunden. Glücklicherweise funktionierte ein Mobiltelefon, mit dem wir unsere Position anhand eines Wasserlaufs beschreiben konnten. Das größte Problem bei der Orientierung im Dschungel ist die Sichtweite (5 - 10 Meter) und die Tatsache, dass ein und der selbe Ort aus unterschiedlichen Positionen total unterschiedlich aussieht und nicht wieder zuerkennen ist. Das macht es unmöglich auch nur die Richtung zu halten. Im Nachhinein wurde uns gesagt, dass man kleine Zweige von Bäumen so abknicken kann, dass sie noch am Ast hängen bleiben. Die Bruchstelle zeigt dabei in die Richtung, aus der man gekommen ist. Das soll der Orientierung helfen. Nachdem wir endlich gefunden wurden, gab es äußerst schmackhaften Fisch. Danach gingen wir angeln.
Tag 3: Am Samstag fuhren wir mit dem Besitzer unseres Hostels auf den Amazonas. Unsere Tagesziele: Viele Fische angeln,
rosa Delfine sehen,
Victoria Regia sehen. Alle Ziele wurden erreicht. Zudem haben wir in Peru zu Mittag gegessen. Es gab
C
eviche. Nach dem Mittagessen waren wir tatsächlich im Amazonas schwimmen (10 Minuten). Dann fielen mir die Krokodile und Schlangen ein, die uns auf der Hinfahrt zum Amazonas erklärt wurden. Nebenbei sahen wir
Affen und allerlei bunte Vögel.
Tag 4: Der komplette Vormittag wurde geangelt. Es macht schon Spaß wenn die Fische im Sekundentakt beißen. Der Amazonas hat an manchen Stellen mehr Fische als Wasser. Mittag fuhren wir nach Brasilien zum Essen und Abends zum Tanzen. Wer schon

einmal brasilianische Frauen tanzen gesehen hat, weiß, weshalb ich das hier erwähne.
Tag 5: Abreise. Der letzte Tag wurde entspannt. Nach einem letzten Mittagessen (nochmal Ceviche) ging es am frühen Nachmittag zum Flughafen und dann in Richtung Bogotá.
Alles zusammen war es ein unglaubliches Erlebnis in der Lunge der Erde gewesen zu sein. Ich weiß nicht ob es an der Jahreszeit lag. Wir haben wesentlich mehr Mücken erwartet.
der Reisetip:
- Wenn man sich im Regenwald verläuft, sollte man versuchen vor der Dämmerung herauszufinden. Die meisten Tiere sind dort nachtaktiv.
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